Laufen, laufen, laufen. Eingepackt in unsere Anoraks wandern wir den weiten Strand entlang. Kilometer für Kilometer. Lassen uns Großstadtzermürbten vom Wind den Stress der letzten Monate aus dem Kopf blasen. Und wenn wir nicht mehr laufen wollen, gibt es irgendwo ein Café mit heißem Tee und Mega-Kuchenstücken.

Am Abend legt sich die Ruhe wie eine Kuscheldecke über uns. Dann lockt das gute Buch. Der dampfende Teller Nudeln. Der Rotwein. Hygge at its Best. So sieht unser Winterurlaub auf Usedom aus.

Der Februar 2020 auf Usedom ist kein besonders kalter Februar, aber doch ein Februar. Wir sind dem düster-depressiven Berliner Winter entflohen, um nach etwas mehr als drei Zugstunden in einem ganz anderen Winter anzukommen. Einem Winter mit klarer Luft, viel Licht und oft blauem Himmel. Mit Möwengeschrei und Weite. Das tut der wintermüden Birne gut. Eine Woche lang wollen wir hier durchatmen.

Inhaltsverzeichnis

 

USEDOM: EIN PAAR FACTS VORAB

  • Mit 445 Quadratkilometern ist Usedom nach Rügen die zweitgrößte Insel Deutschlands. Über zwei Brücken ist sie mit dem Festland verbunden.
  • Usedom verzeichnet deutschlandweit mit die meisten Sonnenstunden pro Jahr, nämlich rund 1918. Wer mehr will, muss auf den Gipfel der Zugspitze.
  • Die größte Stadt auf Usedom heißt Swinemünde/Świnoujście, hat 41.500 Einwohner und befindet sich bereits auf polnischer Seite.
  • Usedom hat Strände im XXL-Format. Länge insgesamt: 40 Kilometer!
  • Aushängeschilder der Nordküste und überhaupt der ganzen Insel: die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Die drei Kaiserbäder verbindet die längste Strandpromenade Europas. Acht Kilometer misst sie.
Blaues Boot an einem Strand
Usedom im Winter: Am Strand von Heringsdorf

UNSERE BASE: ZINNOWITZ, OSTSEEBAD MIT TRADITION

Wir mieten uns in Zinnowitz ein, im Norden der Pommerschen Bucht. Etwas über drei Stunden dauerte die Zugfahrt dahin. Ein Tausch der Welten. Vom Lotterkiez Kreuzberg geht es in die aufgeräumte Bürgerlichkeit der Ostseebäder.

Wir wohnen im zweistöckigen Gartenhaus einer stattlichen Bädervilla, die hinter einem Wäldchen hoch über dem Strand liegt. Innen ist das Häuschen very oldschool und gleichzeitig heimelig wie Tantchens gute Stube: Jugendstilstühle, Teddybären mit glänzenden Augen, Häkeldeckchen, knarrende Dielen. An den Wänden gerahmte Schwarz-Weiß-Bilder, Familienerinnerungen. Die Regale voller Bücher zwischen Heinrich Heine und DDR-Krimis, dazu Brettspiele und CDs.

„Seid Ihr Ossis oder Wessis?“,

begrüßt uns die liebenswerte Vermieterin. Den Grund ihrer Frage erfahren wir nicht. Dafür viel anderes. Dass die Oma und der Opa früher da schliefen, wo wir die nächsten Tage schlafen werden. Dass der Sohn in England lebt. Und dass man im Osten früher immer nackt badete. Das ist uns bekannt. Nicht aber, weswegen: „Die Badeanzüge konntest du doch nicht anziehen!“.

Durch leere Straßen spazieren wir von unserem Ferienhäuschen ins Zentrum. Zinnowitz scheint Schönheitsschlaf zu halten. Jetzt im Februar hat nur etwa die Hälfte der Restaurants und Hotels geöffnet. Blütenweiße und andersfarbige Zuckerbäckerbauten säumen die Seepromenade des traditionsreichen 4000-Einwohner-Orts.

Gebäude mit Turm
Zuckerbäckerbauten in Weiß und anderen Farben: Zinnowitz

Eine 300 Meter lange Seebrücke führt hinaus ins Meer. An ihrem Ende eine futuristisch wirkende → Tauchgondel, wie man sie bei Jules Verne, aber auch in Zingst oder Grömitz finden kann. Wir sind damit noch nie in die Tiefe gegondelt, weil wir noch nie Spannendes über einen solchen Trip gehört haben. Nur: „Da sieht man doch eh nichts.“

Vor Zinnowitz erstreckt sich ein wunderschöner Strand. Breit wie ein Fußballplatz. Der Sand wie feingemahlen. Ohne die Strandkörbe, die während der kalten Monate eingemottet sind, wirkt der Winterbeach aber seltsam nackt. Dick eingemummelt machen wir uns auf zum ersten langen Strandspaziergang. Jetzt im Hochwinter wird auch in den „Effi“-Bereichen (für Wessis: FKK) Textil getragen.

Tauchgondel an einer Seebrücke bei Nacht

Tipps für Zinnowitz: Unsere puppenstubige Unterkunft findet Ihr hier. Gut essen kann man im Restaurant Libelle an der Strandpromenade (Tel. 038377-40694), das einem Schiff nachempfunden ist. Wir hatten Dorsch auf Wirsinggemüse und Hering mit Bratkartoffeln. Etwas teurer wird’s im beliebten Smutje, wo man reservieren sollte. Und zum Nachmittagscafé geht man am besten ins Museumscafé (Dünenstr. 10, Tel. 038377-39450), der Blaubeer-Grieß-Kuchen ist eine Sensation.

KAISERBAD NUMMER 1: BANSIN

Man kann den Zug nehmen. Oder wandern. Etwa 20 Kilometer sind es von Zinnowitz entlang dem Strand nach Bansin, dem kleinsten der so genannten Kaiserbäder. Der Begriff entstand in Wilhelminischer Zeit (1890–1914). Denn der Kaiser weilte hier gerne. Überall gab es kaiserliche Standbilder. Und vieles trug den Kaiser im Namen: Man nächtigte im Hotel Kaisereiche, ging zum Telegraphen an der Kaiserstraße oder spazierte auf der Kaiser-Wilhelm-Brücke – wie die Seebrücke des benachbarten Heringsdorfs damals hieß.

Die drei Seebäder reihen sich wie weiß funkelnde Perlen einer Kette aneinander, gehen in Teilen gar ineinander über. Hier entwickelte sich der Bädertourismus im 19. Jahrhundert, insbesondere in der zweiten Hälfte, nachdem Usedom mit dem Zug aus Berlin angefahren werden konnte.

Bansin bietet all das, was auch die anderen Bäder an der Nordküste Usedoms bieten: tolle Strände und Villen mit vielen Schnörkeln. Dazu aber auch Souvenirläden, die T-Shirts mit Aufdrucken wie „Hier wohnt ein Pekinese“ (?) verkaufen. Man muss ja nicht immer alles verstehen. Aber fragen kann man sich schon, welches Publikum hier in den Sommermonaten verkehrt.

Das Bansin-Highlight für uns sind die alten Fischerhütten nahe der Seebrücke, wo leckere Fischsnacks und Räucherfisch über den Tresen gereicht werden. Extralecker sind die Fischfrikadellen des Fischers Dicky. Vier hauptberufliche Fischer zählt das Seebad heute noch.

Boot spiegelt sich im Wasser eines Strandes
Bansin: Kaiserbad mit tollen Stränden und den leckersten Fischfrikadellen wo gibt

Lohnenswert ist auch eine Wanderung im Hinterland von Bansin. Dabei geht es in vier Stunden vom Dorf Benz (Busverbindung ab Ahlbeck) vorbei am bezaubernden Schmollensee und durch viel Wald nach Bansin. In Benz solltet Ihr Euch unbedingt die steinalte Dorfkirche St. Petri mit ihrer wunderschönen blauen Kassettendecke ansehen:

Frau fotografiert Decke einer Kirche
Im Hinterland von Bansin: viel Idylle und eine wunderschöne Dorfkirche in Benz

KAISERBAD NUMMER 2: HERINGSDORF

Ein neuer Tag, eine neue Etappe. Weiter den Strand entlang nach Heringsdorf. Dieser Ort ist nicht ganz so unser Ding. Auch wenn es hier zahlreiche Geklotzt-und-nicht-gekleckert-Villen mit parkähnlichen Gärten gibt. Auch wenn Heringsdorf als mondänstes der Kaiserbäder gilt. Anfang des 20. Jahrhunderts gaben sich hier Promis die Klinke in die Hand. Im „Nizza des Ostens“ trafen sich Gorki und Tolstoi. Andere Namen: Kurt Tucholsky, Lyonel Feininger, Heinrich Mann.

Zugang zu einem Strand
Heringsdorf: Vorne Strand, hinten prächtige Villen. Aber leider nicht nur!

Verschandelt wird Heringsdorf ein wenig von dem Plattenbau-Kurklinikum aus DDR-Zeiten. Die hiesigen Solequellen sorgen dafür, dass Heringsdorf auch ein bedeutendes Seeheilbad ist. Etwas billig kommt zudem die über 500 Meter lange Seebrücke mit einer Reihe von Geschäften daher. Sie stammt aus dem Jahr 1995, einer Zeit, die nicht gerade berühmt für stilvolles Bauen ist. Die Vorgängerin mit ihren spitzen Türmchen, die in den 1950er-Jahren abbrannte, war schöner.

Seebrücke
Architektur der Nachwendezeit: die Seebrücke von Heringsdorf

KAISERBAD NUMMER 3: AHLBECK

Die Wolken haben es eilig, huschen am Himmel vorbei, als hätten sie ein megawichtiges Date. Das klare Winterlicht malt den Strand fast weiß. Möwen kreischen, Hunde tollen umher. Bei Kaiserwetter besuchen wir Ahlbeck, das für uns schönste und eleganteste Kaiserbad.

 

Die architektonische Zuckerbäckerei ist eine Augenweide. Dazu gibt es eine überaus postkartige Seebrücke, von deren Ende die Ausflugsschiffe starten. Errichtet wurde sie bereits 1898. Die historische Jugendstiluhr vor der Brücke stammt aus dem Jahr 1911. Immer wieder wird die Brücke für Filmaufnahmen genutzt.

Weißes Gebäude an einer Seebrücke
Seebrücke von Ahlbeck

SEITENSPRUNG NACH SWINEMÜNDE

Unser ausgedehnter Strandspaziergang bringt uns von Ahlbeck ins polnische Świnoujście, ehemals Swinemünde, eine Mischung aus Seebad, Kurort und Hafenstadt. Alles in allem nichts Halbes und nichts Ganzes. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Insgesamt recht seltsam.

Der Strand ist so attraktiv wie überall auf Usedom: hell, breit und feinsandig. Es ist recht viel los an diesem schönen Februarsamstag. Bettelschwäne sind genauso unterwegs wie Badegäste. Ihr habt richtig gelesen: Badegäste. Wir und viele andere Strandspaziergänger staunen nicht schlecht, als wir diese beiden Damen sehen. Unglaublich, oder? Drei Grad hat die See.

Frauen im Badeanzug an einem winterlichen Strand

Zwei Frauen im Badeanzug im winterlichen Meer

Hinter dem Strand erstreckt sich ein Villenviertel, durchsetzt mit vielen, zu vielen Baustellen. Noch weiter südlich befindet sich der Kurpark, angelegt vom preußischen Gartenkünstler Peter Joseph Lenné. Der Park reicht bis zu jener Ecke Swinemündes, die man gemeinhin als „Altstadt“ bezeichnet. So richtig viel Altes gibt es aber nicht. Das historische Zentrum Swinemündes wurde 1945 von alliierten Bomberstaffeln zerstört. Wir passieren drei Kirchen, einer fehlt das komplette Schiff und das Dach des Turms. Wir sehen Plattenbauten von Grau bis Bunt. Und wir sehen leere, trostlose Flächen.

Plattenbauten mit bunten Balkonen
Bonjour Tristesse: im Zentrum von Swinemünde

Auch nicht besser wird die Optik noch weiter landeinwärts bzw. inseleinwärts, wo eine breite Straße am Bahnhof vorbei Richtung Ahlbeck zurückführt. Dort erwartet einen ein typischer Grenzmarkt: Aufdringliche Händler preisen billige Zigaretten, Käse, Wurst und „blaue Tabletten“ (!) an. Dazu gibt es jede Menge imitierte Klamotten und T-Shirts für Brummifahrer:

T-Shirts mit doofen Sprüchen
Lustiger wird’s kaum: T-Shirt-Stand auf dem Grenzmarkt von Swinemünde

ÜCKERITZ UND DAS ACHTERWASSER

Was man anderswo an der Ostsee auch Bodden nennt, heißt auf Usedom Achterwasser. Das Achterwasser („hinteres Wasser“) ist eine Salzwasserlagune, die sich im Nacken der schmalen Nehrung mit ihren Stränden und Seebädern zum Festland hin erstreckt.

Von der Ostsee zum Achterwasser ist es meist nicht weit. Die Landenge misst an ihrer schmalsten Stelle zwischen Zempin und Damerow nur 300 Meter.

Etwas breiter ist Usedom bei Ückeritz. Dort liegen zwischen Ostsee und Achterwasser etwa zwei Kilometer Land. Ückeritz gefällt uns. Der Strand vor Ückeritz ist unverbaut. Der alte, beschauliche Ortskern liegt am glitzernden Achterwasser. Auf der Straße nur wir. Kein Wunder. Es bläst so, dass selbst die Möwen zu Hause bleiben. Nicht aber der Kiter, der am Hafen von Ückeritz gerade seinen Drachen zum Steigen bringt. Respekt. Über ihm schwingt ein Seeadler seine Flügel.

Kiter über welligem Wasser
Am Achterwasser bei Ückeritz

Wir machen „Brrh!“, ziehen die Köpfe ein und verschwinden ins Café Knatter, einem wahrlich gemütlichen Ort für solch einen Tag. Sitzen bei Fischsuppe da und schauen dem schlecht gelaunten Wetter zu. Darf es ja auch mal sein, im Februar. Das Café Knatter vermietet übrigens auch nette Zimmer mit Achterwasserblick.

UNORT PEENEMÜNDE

Ein Arschloch bleibt das Wetter auch am nächsten Tag, als wir uns für einen Ausflug nach Peenemünde entscheiden. Doch ganz ehrlich: Peenemünde und gutes Wetter, das geht eh nicht zusammen. Peenemünde ist kein Ort, dem die Freundlichkeit eines Sonnentags steht. Peenemünde ist ein Unort. Mit leer stehenden Plattenbauten und Bunkerruinen.

1936 errichteten die Nazis im ehemaligen Fischerdorf Peenemünde ganz im Nordosten Usedoms die so genannte Heeresversuchsanstalt, ein geheimes Forschungslabor. Hier wurden Raketen als Massenvernichtungswaffen (in Hitler-Sprech „Wunderwaffen“) entwickelt. Einer der führenden Köpfe war Wernher von Braun.

Der erste erfolgreiche Test der V1 („V“ steht für „Vergeltungswaffe“) fand im Dezember 1942 statt. Im Juni 1944 kam die Waffe erstmals gegen England zum Einsatz. Im August des gleichen Jahres stellte Goebbels die V2 vor, deren Bauplan nach dem Krieg die Grundlage für die Entwicklung russischer und amerikanischer Weltraumraketen wurde.

In Peenemünde arbeiteten bis zu 12.000 Menschen, darunter viele Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden sie zum Ziel alliierter Bombenangriffe.

Industriehalle mit Ausstellungstafeln
So erschütternd wie spannend: Historisch-technisches Museum in Peenemünde

Nach dem Krieg wurden weite Teile der Heeresversuchsanstalt durch die Sowjetarmee demontiert und das Areal weiterhin (bis 1990) militärisch genutzt. Erhalten blieb das riesige Kraftwerk der Raketenfabrik. Es ist der Dreh- und Angelpunkt eines besuchenswerten Museums, des Historisch-Technischen Museums Peenemünde. Für all die erschütternden Infos in den überaus imposanten Räumlichkeiten sollte man sich Zeit nehmen. Eine nachgebaute V2 wird auf dem Open-Air-Gelände ausgestellt.

Das Historisch-Technische Museum ist übrigens nicht die einzige Sehenswürdigkeit im trostlosen Peenemünde. Auch eines der größten U-Boote der Welt, die dieselbetriebene Juliett U 461 aus Sowjetzeiten, liegt hier vor Anker:

U Boot mit Aufschrift U 461

ABSCHIEDSWANDERUNGEN

Eine rund zweistündige, einfache Wanderung führt von Peenemünde um den Cämmerer See. Wir sehen weites Land. Und wir sehen rechts und links des Wegs Ruinen. In den Peenewiesen gammeln Reste der Bunker vor sich hin, die einst als Lager für die Heeresversuchsanstalt dienten. Die Wege sollte man rund um Peenemünde nicht verlassen. Denn bis heute liegen vergessene Bomben in den hiesigen Wäldern.

Mit etwas trüben Gedanken im Kopf beschließen wir, von Peenemünde nach Zinnowitz entlang des Strands zurückzuwandern. Unser Weg führt vorbei an den eher unspektakulären Ostseebädern Karlshagen und Trassenheide. Etwas über drei Stunden sind wir unterwegs auf unserer letzten Strandwanderung. Der Winterhimmel macht auf Dramaqueen. Die Ostsee dagegen auf Langweilerin: Müde schwappt sie an den Strand.

Frau steht auf leerem Winterstrand
Bei Karlshagen

WINTERURLAUB AUF USEDOM – EIN PAAR PRAKTISCHE TIPPS

Hinkommen

Um seinen Winterurlaub auf Usedom zu verbringen, braucht man nicht zwingend ein Auto. Spielend gelangt man mit der Bahn dahin. Und das für wenig Geld. Das Ostsee-Ticket kostet von Berlin oder Brandenburg aus zwischen November und März retour gerade einmal 35 €.

Rumkommen

Rumkommen geht genauso easy wie Ankommen. Dafür sorgt die → Usedomer Bäderbahn. Sie verkehrt im Winter ca. stündlich zwischen Wolgast und Swinemünde mit Stopps unter anderem in Zinnowitz und den Kaiserbädern. Eine Seitenlinie führt von Zinnowitz nach Peenemünde. Eine Wochenkarte kostet 41 Euro.

Preise

Wir finden die Preise auf Usedom genauso überzogen wie auch sonst fast überall an der mecklenburgischen und vorpommerschen Ostseeküste. Wir können Euch daher eine Unterkunft mit Kochgelegenheit nur ans Herz legen. Die bekommt man dafür in der Nebensaison sehr günstig. Kauft übrigens immer ein Portiönchen mehr ein! Bei den Spaziergängen in der Kälte verbrennt man derart viel Energie, dass man am Abend wie Peter Altmaier futtern kann.

Wetter

Wir hatten viel Sonne, aber auch zwei superschietige Tage. Teils war es sehr stürmisch! Daher wichtig: Entscheidet Euch für eine supergemütliche Unterkunft, in der man auch mal einen Tag lesend verbringen kann!

Thermen

Die Thermen auf Usedom haben wir uns geschenkt. Zu vernichtend waren die Urteile von Freunden, die regelmäßig auf der Insel urlauben. Wer das nicht glauben will, kann die → Bernsteintherme in Zinnowitz oder die → Ostseetherme in Ahlbeck besuchen.

Literatur

Wir haben Euch hier nur einen kleinen Teil der Insel vorstellen können. Wer Usedom-Infos geballt haben will, dem empfehlen wir den → Usedom-Reiseführer unserer Kollegen Sabine Becht und Sven Talaron. Er erschien im Michael Müller Verlag.

6 Kommentare

  1. Toll, dass wir auf diesen Artikel gestoßen sind. Wir überlegen schon länger auch mal die „andere Seite“ zu erkunden. Wir haben uns immer gefragt ob Usedom sich lohnt oder dich lieber Rügen. Mit eurer Schilderung können wir sicher noch ein wenig Mehrbenutzersystem die Waagschale werfen. Vielen Dank! Bis bald und liebe Grüße Yvonne

    • Liebe Yvonne, freut uns, dass wir helfen konnten. Mit Usedom und Rügen ist das so eine Sache. Die einen bevorzugen die eine Insel, die anderen die andere. Wir können nur sagen: Beide Inseln sind toll mit ultraschönen Stränden und einem beschaulichen, sehr ländlichen Inselinneren. Allerdings kennen wir Usedom nur im Winter und nicht vollständig, während wir Rügen mal im Frühsommer komplett für mehrere Wochen erkundet haben. Auf jeden Fall ist ein „Seitenwechsel“ bestimmt keine schlechte Idee. Viele Grüße und alles Gute, Gabi und Michael

  2. Wunderbarer Beitrag mit wunderbarem Titel. Sehr ausführlich noch dazu. Ich war zuletzt 2019 im Winter dort und hab mich beim Lesen gut hineinversetzen können. Die Kurklinik an der Seebrücke ist wirklich ein Schandfleck und Swinemünde hab ich ebenso erlebt. Von Greifswald aus (meiner Heimatstadt) kommt man schnell hin. Ich hab nach dem Lesen durchaus ein bisschen Heim- und Meerweh und werd beim nächsten Besuch einen Ausflug nach Usedom anregen. Grüße von Susanne

    • Liebe Susanne, herzlichen Dank für dein Feedback und Lob. Dein Heim- bzw. Meerweh können wir durchaus nachvollziehen. Bleib gesund! Viele Grüße nach Nepal, Gabi und Michael

  3. Ach ja, Usedom. Danke für die spannenden Ausblicke und Einsichten. Vor einigen Jahren waren wir regelmäßig auf der Insel, trotz der von Euch erwähnten teils ausverschämten Preise.
    Beim Lesen Eures Beitrages dachte ich: Es wird mal wieder Zeit für die Insel Usedom. Stundenlang strandwandern und das Rauschen des Meeres genießen, das hilft gut gegen Fernweh.
    Danke für die Inspiration!
    Liebe Grüße
    Mandy

    • Liebe Mandy, nichts zu danken. Dann wollen wir hoffen, dass das diesen Winter noch was wird mit Strandwandern und Meeresrauschen – egal ob auf Usedom oder anderswo. Viele Grüße!

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